Spondylose beim Pferd

Als Spondylose bezeichnet man eine degenerative Veränderung unterhalb der Wirbelkörper (s. Pfeile), die hin bis zur Verknöcherung zweier Wirbelkörper (oder mehr) geht!
Oftmals findet man diese Veränderungen im Bereich der letzten Brust- bzw. ersten Lendenwirbel, was aber nicht heißt, das sie nicht im gesamten Wirbelsäulenbereich vorkommen können!
Wodurch entsteht so eine Veränderung?
Die Veränderung kann durch viele Ursachen entstehen:
zu eng gerittene Pferde, zu früh zu viel Leistung, unkorrekte vorwärts-abwärts Haltung, die Rückenmuskulatur ist nicht korrekt aufgebaut, der Spannungsbogen, den die Wirbelsäule benötigt um überhaupt einen Reiter zu tragen, wird nicht aufgebaut, falsch sitzender Sattel, der schlecht einwirkende Reiter, falsche Haltung, Stürze, Zucht und und und
Es reden viele immer von: der oder die hat Kissing Spines (Veränderung der Dornfortsätze im Bereich des Widerrists – sich küssende Wirbel) aber es gibt leider auch mehr als genug Pferde, die im unteren Berich der Wirbelsäule große Probleme haben.
Durch falsche Belastung in diesem Bereich entstehen Entzündungen, die sehr schmerzhaft für die Pferde sind! Werden diese Entzündungen zu ständigen Begleitern, bilden sich Zuwächse an den Knochen (knöcherne Sporne), die im weiteren Verlauf mit dem nächsten Wirbel zusammenwachsen können. Oftmals wird diese Form der Rückenerkrankung mit neurologischen Symptomen begleitet!
Pferde neigen zum Stolpern, rutschen gerne weg, gehen nicht taktrein, reißen oftmals den Kopf hoch um sich zu entziehen, die Biegung durch den gesamten Körper fällt ihnen extrem schwer bis hin zu unmöglich, die vorwärts-abwärts Bewegung fällt extrem schwer, Stiegen um sich der Arbeit zu entziehen, starke Abwehrreaktion beim Satteln, das Rückwärtsrichten fällt sehr schwer, Aufbau der Rückenmuskulatur ist extrem schwierig, die Pferde zeigen beim Putzen bereits starke Abwehrzeichen und ich könnte hier sicherlich noch viele Dinge aufzählen…
Leider sind viele Pferde davon betroffen und es werden immer mehr!
Und nein, diese Veränderungen können nicht rückgängig gemacht werden, hier gilt es zu schauen, welchen Schweregrad die Veränderung der Wirbelsäule aufweist und ob ein Pferd mit einer solchen Diagnose überhaupt noch geritten werden kann und wenn in welcher Form das Training stattfinden kann! Hier braucht es ein Management von guten Menschen, die die rundum Versorgung begleiten – Trainer, Osteopath, Sattler, Schmied und sicherlich auch der Tierarzt und nur zusammen können wir das Beste für jedes Pferd „rausholen“!
Schaut Euch Eure Pferde an, sie zeigen Euch so viel, Ihr müsst nur achtsam mit ihnen umgehen!

Eure Sandra ❤️